CH025
Lower Engadine and Swiss National Park


Country/territory: Switzerland

IBA Criteria met: A3, B2, B3 (2000)
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Area: 100,862 ha

Protection status:

SVS/BirdLife Switzerland
Most recent IBA monitoring assessment
Year of assessment Threat score (pressure) Condition score (state) Action score (response)
2011 medium not assessed low
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Site description
Das IBA «Unterengadin – Nationalpark» liegt in den östlichen Zentralalpen. Es umfasst das Unterengadin von La Punt bis Martina, das Val Müstair und umliegende Bergregionen, in deren Mitte sich der Schweizerische Nationalpark befindet. Das Unterengadin zeichnet sich durch sein trockenes inneralpines Klima aus. An den Südhängen befinden sich ausgedehnte, artenreiche Heuwiesen und Weiden mit vielen Einzelstrukturen (Hecken, Strauchgehölze, Bäche, Flachmoore, Senken und Bulten usw.). Halboffene Landschaften wechseln kleinräumig mit Wäldern ab. Entlang des Inns sind längere zusammenhängende Auengebiete vorhanden. Den weitaus grössten Teil des IBAs bilden Bergregionen in und um den Schweizerischen Nationalpark, die von subalpinen Bergwäldern (vorwiegend Sekundärwälder: Fichtenwälder, Berg- und Waldföhrenwälder, Lärchen-Arvenwälder) bis zur alpinen und nivalen Stufe reichen. Der Ofenpass trennt das Engadin vom Val Müstair. Dieses von Südwest nach Nordost verlaufende Tal ist in der Ebene grösstenteils mit extensiv genutzten Heuwiesen und Weiden bedeckt. Hecken, Gehölze und Bäche unterteilen die Landschaft. Die Hänge sind bewaldet, wobei es sich um reinen Lärchenwald oder Lärchen-Fichtenwald handelt. Im Unterengadin und im Val Müstair gibt es mehrere kleine Ortschaften, die von traditioneller Landwirtschaft und vom sanften Tourismus leben.

Key biodiversity
In diesem IBA brüten viele Paare von Bergvögeln des eurasisch hoch-montanen (alpinen) Bioms: Alpenbraunelle, Mauerläufer, Alpendohle und Schneesperling. Daneben bewohnen viele Greifvögel und Eulen dieses IBA: Wespenbussard, Habicht, Sperber, Steinadler, Turmfalke, Uhu, Sperlingskauz und Raufusskauz. Zudem läuft seit 1991 in der Region des Schweizerischen Nationalparkes ein Wiedereinbürgerungsprogramm des Bartgeiers. Eine hohe Artenvielfalt (>100 Brutvogelarten68) trifft man in den Regionen mit traditionellem Landbau an, d.h. vorwiegend im Unterengadin und Val Müstair. Hier kommen wärme- und trockenheitsliebende Arten vor wie Braunkehlchen, Wiedehopf, Felsenschwalbe, Schwarzkehlchen, Sperbergrasmücke (selten), Berglaubsänger und Zippammer. Die extensiv bewirtschafteten Heuwiesen im Unterengadin gehören zu den am regelmässigsten besiedelten Rufplätzen des Wachtelkönigs. Mit 16 Rufplätzen 1999 und 40 im Jahre 2000 erreichte der Wachtelkönig die Kriteriumsgrenze von 10 in diesem IBA.


Recommended citation
BirdLife International (2020) Important Bird Areas factsheet: Lower Engadine and Swiss National Park. Downloaded from http://www.birdlife.org on 04/04/2020.